Eine gute Pfeife begleitet ihren Besitzer Jahrzehnte. Was beim Kauf zählt, wie die Pflege gelingt und womit Einsteiger am besten starten.
Die erste Pfeife muss nicht teuer sein, aber sie sollte sauber verarbeitet sein: gleichmäßige Bohrung, gut sitzendes Mundstück, angenehmes Gewicht in der Hand. Bruyèreholz ist der Klassiker, robust und geschmacksneutral. Nehmen Sie die Pfeife im Geschäft in die Hand, die Haptik entscheidet mit.
Nach jedem Rauchen sollte die Pfeife auskühlen und trocknen. Pfeifenreiniger durch das Mundstück ziehen, gelegentlich den Kohlerand im Kopf auf zwei bis drei Millimeter zurückschneiden, fertig. Wer zwei oder drei Pfeifen im Wechsel raucht, hat länger Freude an jeder einzelnen.
Milde, naturbelassene Mischungen auf Virginia-Basis verzeihen Anfängerfehler am ehesten. Aromatisierte Tabake duften verführerisch, können aber heiß und feucht rauchen. Auch hier gilt: Der Fachhandel füllt Ihnen gerne kleine Probiermengen ab und erklärt die richtige Stopftechnik, denn an ihr scheitern die meisten ersten Versuche.
Unten locker wie ein Kind, in der Mitte fest wie eine Frau, oben fest wie ein Mann, so die alte Faustregel. Der Zugwiderstand sollte dem eines Strohhalms ähneln.
Unsere Fachhändler stellen wechselnd Mischungen vor, die zur Jahreszeit passen. Fragen Sie im Geschäft nach der aktuellen Empfehlung.
Stopfer, Pfeifenreiniger und ein Pfeifenbesteck mit Räumer, mehr ist es am Anfang nicht. Alles zusammen gibt es für wenige Euro im Fachgeschäft.
Form ist nicht nur Optik, sie beeinflusst Handhabung und Raucherlebnis.
Gerader Kopf, gerades Mundstück, zeitlos ausgewogen. Die perfekte erste Pfeife.
Das gebogene Mundstück liegt entspannt im Mund und lässt die Hand frei. Beliebt bei Viel-Lesern.
Weiche, apfelförmige Köpfe mit charmanter Anmutung und angenehm kühlem Rauch.
Konisch zulaufender Kopf, der die Tabaksorten je nach Füllhöhe unterschiedlich betont.
Der lange Holm kühlt den Rauch spürbar. Die Lesepfeife für gemütliche Winterabende.
Vom Pfeifenmacher frei nach der Maserung des Holzes geformt. Jedes Stück ein Unikat.
Drei Werkstoffe, drei Charaktere, eine Frage des Typs.
Die Wurzelknolle der Baumheide: extrem hitzebeständig, langlebig und geschmacksneutral. Rund 95 Prozent aller Pfeifen bestehen daraus.
Das leichte Mineral raucht kühl und trocken und färbt sich über Jahre goldbraun. Braucht behutsame Behandlung.
Günstig, überraschend gut und ideal zum Ausprobieren neuer Tabake. Kein Einbrauchen nötig.
Neunzig Prozent aller Anfängerprobleme entstehen beim Stopfen. So gelingt es.
Den Tabak ohne Druck in den Kopf rieseln lassen, bis er übersteht. Er soll federleicht liegen.
Mit dem Stopfer etwa auf halbe Höhe drücken, mit dem Druck einer Kinderhand. Nachfüllen.
Erneut füllen und etwas kräftiger andrücken, bis der Tabak leicht federt. Die Zugprobe: Es soll sich anfühlen wie das Ziehen an einem Strohhalm in Wasser.
Die Oberfläche einmal rundum entzünden, kurz andrücken, erneut zünden. Geht die Pfeife aus, ist das keine Schande, Nachzünden gehört dazu.
Vom süßen Virginia bis zum rauchigen Latakia, die Grundfarben jeder Mischung.
Der meistangebaute Pfeifentabak: naturbelassene Süße, die sich beim langsamen Rauchen entfaltet.
Langsamer Abbrand, nussige Tiefe, wenig Süße. Häufig das Rückgrat vieler Mischungen.
Über Kräuterfeuern getrockneter Würztabak mit unverkennbarem Lagerfeuer-Charakter. Herz englischer Mischungen.
Kleinblättrige, sonnengetrocknete Tabake mit blumig-würzigen Noten, das Gewürz im Blend.
Feuergetrocknet und gehaltvoll, für Genießer, die Substanz suchen.
Mit Vanille, Frucht oder Honig verfeinert: raumfreundlich und einsteigerfreundlich. Im Fachhandel gibt es sie in geprüfter Qualität.
Anfassen, probieren, beraten lassen: bei über 70 Fachhändlern in ganz Österreich.